Stiftung Irene: die Historie

1982 gründeten Helen und Werner Blohm, selbst Eltern eines autistischen Kindes, in Hamburg die gemeinnützige Stiftung Irene, um sich „im besonderen Maße für das Wohl von Menschen mit Autismus einzusetzen“. Autistischen Menschen in Deutschland eine adäquate Form der Unterbringung und Betreuung zu bieten, war der Ausgangspunkt  ihrer Initiative.

Die Situation bis in die 1980er Jahre

Fanden betroffene Eltern in den 1960er und 70er Jahren einen Arzt, der die Diagnose Autismus stellen konnte, begann für sie die Suche nach Unterstützung für ihr teils sprachloses, oft abwesend erscheinendes, manchmal sich selbst verletzendes, aggressives Kind. Zunächst in Hamburg, dann in anderen westdeutschen Städten gründeten Eltern erste verhaltens-therapeutische Ambulanzen und begannen mit Hilfe weniger Fachleute ihr Kind zu fördern. Kindergarten- bzw. Schulbesuche mit Begleitern wurden versucht. Doch spätestens nach der Entlassung aus einer Sonderschule oder Tagesbildungsstätte fanden sich für schwer autistisch behinderte, erwachsene „Kinder“ in den 1980er Jahren keine geeigneten Werkstatt- oder Wohnheimplätze in den bestehenden Einrichtungen der Behindertenhilfe.

Die Eröffnung des Weidenhofs 1983

So erging es auch Helen und Werner Blohm mit ihrer Tochter Irene. Sie beschlossen mit Hilfe der Stiftung Irene, ein spezialisiertes Wohnheim nach Vorbildern aus England, Dänemark und der Schweiz zu errichten.
Der Weidenhof entstand. In einem umgebauten Bauernhof in Seerau bei Hitzacker nahm er 1983 als erste stationäre Einrichtung für erwachsene autistische Menschen in Deutschland die Arbeit auf. Es bedurfte vieler Jahre bis der Weidenhof als Kleinsteinrichtung verlässliche behördliche und finanzielle Anerkennung erfuhr.

Stiftungsarbeit heute

Als Trägerin des Weidenhofs arbeitet die Stiftung Irene daran, die institutionellen Rahmenbedingungen den Veränderungen anzupassen, finanziell abzusichern und offen für Kooperationen zu sein.
Darüber hinaus kann die Stiftung Irene heute weitere Aufgaben durch die Förderung von Personen und Projekten im Autismusspektrum wahrnehmen.

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